Problem Zucker – Sucht oder nur Gewohnheit?

Im heutigen Artikel möchte dir Tine von www.betweenyourshoulders.com ihre Erfahrung zu dem Thema Entwöhnung vom raffinierten Zucker erzählen. Ich möchte mich ganz herzlich für ihren Erfahrungsbericht danken und hoffe du kannst dir ein paar tolle Inspirationen mitnehmen. Wenn du noch keine Vorstellung vom zuckerfreien Leben hast kannst du dich gern bei unseren Rezepten umschauen oder ab dem 06.02.16 jeden Samstag bei Tine und Chris vorbeischauen, denn dann starten sie ihre Challenge *sugarfree but still sweet* auf ihrer Facebookseite


Zucker

Mein Weg zu gesunder Ernährung und meine Erkenntnisse

Wer bin ich und was mach ich hier?

Ich bin Tine von www.betweenyourshoulders.com. Zusammen mit Chris beschäftige ich mich auf dieser Seite mit Persönlichkeitsentfaltung und Ernährung, was irgendwie nicht so richtig trennbar ist.

Die liebe Marita hat mich nun darum gebeten einen Artikel für ihre Seite zu schreiben, in dem ich ein wenig darüber berichte, wie ich selbst zum Zucker stehe, mit dem ich mich ja recht intensiv auf unserer Website auseinandersetze. www.zuckermonster.com ist übrigens eine tolle Seite, auf der ihr euch über Zucker und seine Gemeinheiten informieren könnt.

Gesunde Ernährung und ich – eine On- / Off-Beziehung der besonderen Art

Ich möchte hier nur einen kurzen Abriss meiner Ernährungsgeschichte geben, sonst sitzt ihr morgen noch da, wenn ihr den Artikel fertig lesen wollt:

Mit Ernährung beschäftigte ich mich schon seit meiner Jugend. Angefangen hat das – wie wahrscheinlich bei fast jedem Mädchen: „Haaach… die Kinderfigur geht weg! Da muss ich was tun. Hilfe!“ Ich hatte nie wirklich ein Problem mit meinem Gewicht, weil ich mich seit immer viel bewege und viel Sport mache, allerdings war das kleine Zeigerchen auf der Waage eben nie genau da, wo ich es gerne gehabt hätte – heute weiß ich, dass es darauf ja gar nicht ankommt.

Naja, so testete ich mich von der einen Diät zur nächsten Kur, las immer wieder über Ernährung, hielt aber nie lange etwas durch. War immer nur ne Phase und das fanden alle Beteiligten gut so – war ja schließlich ein herber Verlust an Lebensqualität, wie ich fand. Dennoch: Je mehr ich mich damit beschäftigte, desto tiefer kam ich in die Materie und nach bestimmt 10 Jahren hin und her ging mir ein Lichtlein auf: „Aso… Da ändert sich ja nur dauerhaft was, wenn ICH dauerhaft was ändere.“ Klingt logisch – is´ auch so!

Und dann – so vor 3 Jahren – kam ich dann doch in eine andere Ebene des Denkens! Zunächst nur ein wenig aber doch merklich und immer mehr. Ich stieß auf Artikel über verschiedene Möglichkeiten sich gesund zu ernähren. Alles aber Ernährungsformen, bei denen es darum geht dauerhaft etwas an seinen Essensgewohnheiten zu ändern. Ich wurde aus irgendeinem Grund dieses Mal hellhörig und neugierig auf solche Gedankengänge. Bei eben diesen Recherchen stieß ich eher früher als später unter anderem auf den raffinierten Zucker.

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Wo wir nun eeeendlich beim Thema wären: Raffinierter Zucker

Natürlich war mir schon immer klar, dass Zucker etwas mit dem Körper macht, mit dem ich absolut nicht einverstanden bin… Nämlich für Hüftspeck sorgt er, der Sack!

Letzten Endes hatte ich aber einige fette Probleme vom Zucker loszukommen:

  1. Zucker schmeckt geil!

Dieses Problem löste ich Gott sei Dank einigermaßen schnell. Süßkram geht auch ohne Zucker und schmeckt immer noch geil (Wie das geht zeigen dir Tine und Chris bei ihrer Challenge ab dem 06.02.16 auf ihrer Facebookseite. Dort bekommst du 3 Monate lang, jeden Samstag, Rezepte für den Sonntagskaffeeklatsch, die auch Nichtzuckler essen können.)

  1. Ich dachte nicht daran, dass Zucker ja nicht bloß im Süßkram enthalten ist.

Hier wirds heikler: nicht mehr unkompliziert sein. Industrieller Zucker ist in uuuunheimlich vielen Produkten enthalten, von denen man das jetzt gar nicht mal denken würde. Im folgenden Blogartikel gehe ich auch darauf näher ein. Tja, hilft alles nix… Wenn mans will, muss man sich einlesen und gut zu wissen ist: Alles, was auf Lebensmittelverpackungen mit –ose endet, ist Zucker; wir dürfen eines nämlich nicht vergessen: In natürlichen Lebensmitteln ist ja auch schon Zucker enthalten, den wir besser verarbeiten können, aber mehr braucht der Körper halt einfach nicht an Zuckerzufuhr. DEr Rest lagert sich alles in den Schwimmis um die Hüften ein.

  1. Ich war davon überzeugt, dass ich Zucker als Nervennahrung in Krisensituationen brauche.

Das ist ein Punkt, der tut weh. Zumindest war und IST das bei mir immer noch so: Mein Kopf sagt mir: „Hach… jetzt hast du doch sooo viel Stress… jetzt gönnst du dir mal was!“ Dummerweise passiert jetzt Folgendes: zuckerhaltige Ernährung führt kurzzeitig dazu, dass du dich fitter und beruhigter fühlst… aber dabei bleibts ja nicht. Das Tief lässt nicht lange auf sich warten und du brauchst wieder Zucker – ein Teufelskreis, der schwer zu durchbrechen ist.

Was jetzt bei gesunder Ernährung passiert, in der kein Zucker und viiiiiel Rohkost vorkommt ist eigentlich grandios: Du hast kein Mittagstief nach dem Essen, du bist fitter, konzentrierter, leistungsfähiger UND belastbarer! Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen! GERADE in Krisenzeiten wäre es also am ratsamsten sich gesund zu ernähren, weil wir dann gelassener bleiben können – zumindest wenn wir schon daran gewöhnt sind keinen Zucker zu essen. Sonst wird’s erst mal hässlich mit der Laune!

  1. Was mach ich denn dann mit meinen gesellschaftlichen und sozialen Angelegenheiten, die ich doch so sehr liebe?

Auch diese Tatsache krieg ich einfach noch nicht so recht auf die Kette. Egal wo ich eingeladen bin: Ich will KEINE EXTRAWURST!!!! So bin ich erzogen, nach wie vor mag ich es unkompliziert und ich will nicht, dass jemand wegen mir Extraarbeit hat. Und mir etwas mitnehmen?! Da kommt jetzt eine soziale Komponente zu Tage, die ich auch schwierig find: „Aha, die isst ihr eigenes Zeug. Meins ist ihr wohl nicht gut genug.“

  1. Manchmal hab ich da einfach Bock drauf.

Ja, und dann sind da noch die Minuten und Momente, da hab ich einfach Bock auf ein feines Stückchen Schoki Vollnuss, vielleicht sogar weiß und wisst ihr was?! Ich tus und das ist gut so!

Der Zucker und ich – wir leben also gerade in Trennung, kommen noch nicht so recht voneinander los. Was solls. Akzeptanz und Annahme ist in dem Fall der erste Weg zur Besserung. Ich setz einen Fuß vor den anderen und freu mich über jeden Schritt, der mir gelingt und ärger mich nicht über diejenigen, bei denen es noch nicht klappt.


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